Privatwohnung | Ferneck - das kleine Haus der Alchemistin - neben dem der Heilerin

Lange Zeit war Nowigrad kein Teil von Redanien, lange Zeit konnte die größte (mit ca. 30.000 Einwohnern) und zweifelsohne auch die reichste Stadt den Status einer freien Handelsstadt halten. Nach den letzten Kriegen aber ist sie mehr oder weniger zur inoffiziellen zur Hauptstadt der freien Nordländer, vor allem Redaniens geworden seit Dijkstra als Regent zusammen mit dem Handelsrat von hier aus die Fäden zieht.
Als Heimat des Kults des Ewigen Feuers hat in der Stadt allerdings auch das Wort des Hierarchen Gewicht.
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Reuven von Sorokin
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von: Sarrays Häuschen
Datum: 22:11 Uhr, 14. August 1278, Samstag
betrifft: Reuven & Ljerka - später Crehwill und ggf. Sarray
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Der Hexer hatte kaum Wiederspruch einzulegen.
Wenn fast jedermann an seiner Sauberkeit kritisierte... allerdings war er hartgesotten genug um der Überzeugung zu sein, dass - wer auch immer an seiner Hygiene kritisierte - selbst für Abhilfe sorgen musste.
Während ein Zuber aufgewärmt wurde brachte die Alchemistin den auffällig sauberen Wachen Brot und Wurst und Käse und Schinken und eingelegtes Gemüse nach draußen, auch etwas verdünnten Wein - immerhin sollten sie sich nicht besaufen, aber ohne schmeckte es einfach nicht.
Nicht ganz so opulent wie man es bei einem Freiherrn reichte, aber gutbürgerlich. Die Geschäfte gingen immerhin gut.
Der Hexer hatte in der Zwischenzeit bereits die Ingredienzien bereit gestellt und als sie zurück kam war er dabei, sich zu entkleiden.
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Ljerka-Ilmatar Veskewi
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Während der Hexer in den Zuber kletterte beobachtete sie ihn. diese Mutanten sahen ja allgemein nicht schlecht aus, gut trainiert und selten auch nur mit einem Gramm Fett zu viel. Und er war deutlich älter als sie und erfahrener... Das war eines der Dilemmata: Männer in ihrem Alter waren in der Regel kaum mehr ansehnlich aber bei jüngeren hatte sie immer das Gefühl, es hätte ihr Sohn sein können und das fühlte sich dermaßen falsch an...
Auch wenn sie größere Männer bevorzugte, wie Jarel, und der hier nur knapp größer war und fast etwas zu drahtig, und auch der sah aus wie knapp über 30, aber das war nur das Äußere, immerhin den Augen sah man an, was er schon erlebt hatte. Und er war gut gebaut und bestückt... und... verfügbar.
Wie lange war es her? In Monaten musste sie nicht mehr anfangen zu rechnen, eher in Jahren. Während die Zwergin nebenan fast jede Wochen jemanden zu Gast hatte, zuletzt immer den gleichen, aber wie oft hatte sie wach gelegen, weil sie das Stöhnen und Keuchen und die Freudenschreie nicht hören wollte, das von viel Spaß zeugte, den sie nicht hatte.
Und während sie ihn vielleicht ein wenig zu versonnen beobachtet hatte während er sich ausgezogen hatte...
"Hexer sind steril, richtig?"
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Reuven von Sorokin
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Vielleicht war Reuven diese Art der Einleitung schon gewöhnt. Vielleicht gab es sogar eine Statistik der häufigsten einleitenden Fragen an einen Hexer.
Auf Platz 3: "Du trägst doch zwei Schwerter, hast du dann auch zwei Schwänze in der Hose...?" oder die Variante "Ist bei euch Hexern alles doppelt?"
Auf Platz 2: "Ich habe gehört, Hexer wären sehr erfahren in Liebesdingen... Magierinnen sollen total drauf abfahren... und es soll ein ganz besonderes Gefühl sein..." und auch das in allen Abwandlungen.
Und auf Platz 1... Nun, eigentlich war eine Erinnerung an die eigene Zeugungsunfähigkeit im Normalfall der Libido eher abträglich - in dem Fall aber nicht. Deutlich sichtbar begann sich bereits das dritte Schwert zu regen allein auf die einfache Frage hin. Konditionierung vermutlich.
"Ja. Erwiesenermaßen." Kam zur Antwort. Er zögerte und blieb vor dem Zuber stehen, wohl zu lange.
"Aber vorher waschen!" reagierte sie.
Und mit einem Grinsen von Vorfreude gehorchte er.

Dann, nur wenige Minuten später:
Er begriff schon, er musste einfach nur herhalten um einen Notstand beseitigen, wie so oft. Aber er hatte nichts dagegen, warum auch. Es machte Spaß und sie war eine interessante Frau. Vielleicht nicht hübsch und zierlich, aber sicher spannend. So war er besonders schnell mit dem Waschen. Und hatte Crehwill nicht genau das vorgeschlagen? Der Bursche hatte gute Ideen...
Als er selbst dann sauber war wanderten noch seine Klamotten und sie Rüstung in den Bottich und er wiederum zu der Alchemistin. Noch nicht einmal ganz trocken half er nun ihr, sich auszuziehen. Soviel Kavalier war dann auch in einem Katzenhexer zu finden. Dafür musste es auch nicht unbedingt das Bett sein, keiner hatte etwas von kuscheln gesagt. Also nahm er sie noch direkt am Küchentisch. Und darauf... und daneben... Lang und ausgiebig.
Erst dann kamen sie dazu, die Präparate aufzusetzen - aber es war noch genug Zeit.

Während sie nun darauf warteten dass extrahiert und destilliert und sublimiert und ausgekocht wurde, bot er sich freundlicherweise noch einmal an. Er trug ohnehin nur eine ihrer Hosen, die sie wiederum wohl von einem Kameraden aus dem Krieg hatte. Es wäre also auch gar nicht viel Aufwand, da dachte er rein praktisch.
Sie schien auch zu überlegen, lehnte dann aber ab.
Nicht dass es ihr nicht gefallen hätte, aber einmal reichte dann doch für heute.
Was implizierte, dass sie an einem anderen Tag...

Der Hexer lächelte still in sich hinein und gemeinsam beobachteten sie, bereiteten die nächsten Schritte vor um die Essenzen aus den gesammelten Organen und Pflanzen zu kombinieren. Sie arbeiteten ruhig und routiniert zusammen. Der Hexer, der immer so fadenscheinig daher kam, war recht professionell, wenn es um Tränke ging. Er plapperte nicht und tat was getan werden musste. Schweigend.

Ein wenig unangenehm mochte die postkoitale Stille sein, aber nicht unangenehmer als alles war er schon hinter sich hatte. Das hielt er aus. Frauen waren oft unsicher nach dem Sex, wussten nicht wie sie sich nun verhalten sollten. Und auch wenn diese hier eher an einen Kameraden im Kampf erinnerte - er hatte wieder das Bild im Kopf an Bord des Schiffes, sie im Kettenhemd und mit einem Schwert in der Hand - sie blieb am Ende des Tages aber eine Frau, mit all den Gedanken und Grübeleien. Er war da weitgehend frei davon. Aber er würde jetzt aber nicht anfangen ihr einen Arm um die Schulter zu legen. Es musste wohl ausreichen, wenn er das Schwiegen einfach ertrug ohne dumme Fragen zu stellen.

Bis es ihr wohl zu viel wurde. Vielleicht hatte er aber auch einfach alles richtig gemacht.
"Also gut... ehe wir ewig warten... dann lieber noch mal..."
Er rollte nicht mit den Augen, dazu machte der Zeitvertreib einfach zu viel Spaß.

Und so kam es, dass am frühen morgen, als auch der Trank fertig war, auch die Alchemistin ziemlich fertig war.
Dafür war der Katzenhexer mitsamt Kleidung ungewöhnlich sauber und zufrieden als er noch vor Sonnenaufgang an die Türe der Heilerin klopfte um den Kollegen zu wecken.

<geht dann direkt dort weiter>
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