Das Rücker Anwesen

Velen ist die nordwestlichste Landschaft der Königreichs Temerien im Mündungsgebiet des Pontar. Sie grenzt, durch den Pontar getrennt, im Norden an das Königreich Redanien und im Westen an das Nördliche Meer. Zudem ist Velen durch zwei große Brücken mit Oxenfurt und Novigrad verbunden und ist daher ein wichtiger Handelsdurchgang zwischen Temerien und Redanien.
Velen wurde von Krähenfels aus regiert - Krähenfels ist eine Palisadenfestung im Herzen Velens mit ungefähr 50 Einwohnern. Der Blutige Baron, der in Krähenfels regierte, ist allerdings für unbekannt Zeit verreist.
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Nikolavo Vaclav
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Die Tage vergingen, Nikolavo übte unter Ions Anleitung, manchmal auch alleine. Es gab Tage, da bildeten die Schatten sich fast von alleine und schienen beinahe begierig drauf ihm zu folgen und an anderen Tagen sträubten sie sich und kämpften gegen ihn an. Aber irgendwann wurde er geschickter die verschiedenen Magien auszubalancieren. die Schatten waren nicht sein Element, aber das Wasser und die Tiefe und auch dort gab es kein Licht und als er sich dann vorstellte, es wären keine Schatten weil das Licht fehlte sondern ein tiefes Gewässer, dann wurde es auch besser, auch wenn von nun an seine Gebilde auch immer etwas von einer dunklen unter Wasser sprudelnden Quelle hatten, einem unterseeischen Vulkan nicht unähnlich.
Auch die Runen lernte er mit der Zeit lesen und zeichnen, auch wenn er darin deutlich weniger Geschick bewies.
Immer wieder unternahm er seine Streifzüge, er brauchte das um den Kopf frei zu bekommen. Was er dann tat verschwieg er, aber es war meist das was die Menschen unter den Monstern dieser Welt verstand, die ihn begleiteten, die ihm zeigten, wie sie im Schlick verschwanden um anderswo aufzutauchen, er lernt die Gänge zu sehen die sie gruben und ihre Schlupfwinkel, auch wenn seine Statur dem eher abträglich war. Die Ertrunkenen waren zwar lang aber hager, sein schwerer breiter und breiter Körperbau wachte ihn da eher weniger wendig.

In der Zwischenzeit wuchs auch das Anwesen, er führte kleinere Reparaturen durch, dichtete hier ab und da, immer darauf bedacht von außen das Bild der Ruine nicht zu stören, aber bald schon war es innen durchaus wohnlich.
Manchmal brachte er von seinen Streifzügen auch Möbelstücke mit, Bilder sogar, Bücher, Geschirr, wenn er wieder getauscht hatte oder seine Opfergaben einsammelte, denn die Ertrunkenen zumindest ließen nun die Siedlungen in Ruhe, und das war ihm zu verdanken. So wurde es sogar wohnlich in dem Haupthaus.
Mit den Nekkern wurde er allerdings nicht warm, die musste er nach wie vor auf die klassische Weise bekämpfen.
Er konnte daher im Gegenzug an ihnen auch Ion zeigen, wie er zwei gegenläufige Windstöße einsetzte um einem die Knochen zu brechen. Er war bei weitem kein so guter Lehrer und seine Beschreibungen waren mangelhaft. Er stellte es sich so vor, dass die Luft so stark verzichtet wurde, dass sie am anderen Ende fast abriss, dazu war etwas kraft nötig, Übertrieb man es knallte es auch schon mal.
Wann immer Ion allerdings versuchen wollte, seine Künste an den Wasserwesen auszuprobieren, da schritt er vehement ein.

Mit Hilfe der Schneiderkünste des Elfen hatte Nikolavo aus den gefundenen Kleidungsstücken praktischere Reisekleidung erhalten. Unter anderem eine Kapuze, die seine Augen so gut es ging verbarg. Das ließ ihn zwar alles in allem auch etwas finster aussehen, zumindest war der Stoff in einem neutralen grau gehalten, irgendwann vermutlich einmal bläulich eingefärbt gewesen aber nun zur Gänze ausgeblichen. Das wiederum machte unauffälliger als ein pechschwarzer Stoff, der ihm zugegebenermaßen etwas besser gefallen hätte.
Was ihm durchaus auffiel war, dass Ion immer öfter weg geblieben war und irgendwann hatte er ihm eröffnet, dass er tatsächlich die nächste Stadt aufsuchen wollte. Bis jetzt hatte Arvijd sein Versprechen nicht halten können, zu ihm rauszukommen, auch wenn er ihm das natürlich nicht verübeln konnte, so war das doch ein guter Grund, die Gelegenheit zu ergreifen sich auf den Weg machen.
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Avarion DeSpaire
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Sie übten und lebten, ein ruhiges und von vielen erstrebtes Leben. Das wirken der Zauber alleine sorgte dafür das sie deutlich flüssiger von der Hand gingen. Gerade die Zauber die der Dämon benutzte fand er interessant und hatten potenzial. Immer wieder dachte er darüber nach und verband die Magischen Formeln des Schattenfurors mit anderen Elementen. Vielleicht würde er irgendwann bestimmt die Richtige Kombination finden und somit leichter Zugang finden. Die Formeln für zwei Zauber, die er fast vergessen hatte, konnte er zum Glück komplett in sein Notizbuch übernehmen und sie immerhin wieder sprechen. Nur an der Wirkung haperte es noch ein wenig.
Dann kam der Tag. Aufbruch in die Stadt. Innerlich jubelte Toralar, dass seinem drängen nachgegeben wurde und er endlich wieder ein Weib in den Händen halten würde. Dabei war der Inkubus nicht ganz so wählerisch wie sein Wirt. Während Ion so etwas wie eine Beziehung zu den Frauen aufbaute, reichte es Toralar selber sie zu ficken und zu beißen, oder besser noch sich selber in die Zunge zu beißen und die Erwählte sein Blut schmecken zu lassen. Das machte sie so Herrlich willenlos und zugänglich für allerlei Möglichkeiten.
Diese Vorfreude übertrug sich auch auf Ion und von ihm an sein Pferd. Als er den Hengst für die Reise sattelte und die Taschen befestigte tänzelte das Tier von einem Vorderhuf auf das andere und immer wieder scharrte er im Gras. "Du freust dich heute aber sehr los zu kommen." interpretierte er das Verhalten eigentlich Falsch, aber es kümmerte ihn nicht. Die eigene Reisegarderobe viel nicht viel bunter aus, als die Nikolavos. Schwarze Hose und Stiefel, ein helles Hemd unter einer grauen Weste und den Mantel mit der Kapuze des er immer trug. Die Haare und wichtiger noch die Ohren verbarg er unter einem Kopftuch.
Da Nikolavo selber kein Pferd für die Reise hatte, versuchte Ion ein weiteres Mal ein Portal zur Netherwelt zu öffnen um sein Teufelsross zu rufen. Aber bis auf ein kleines knistern in der Luft tat sich schlicht und ergreifend nichts. Etwas resignierend ließ er es dann sein. "Das hat hier einfach keinen Sinn." sagte er mehr zu sich als zu seinem Gastgeber. Und so kam es, dass sie zu Fuß aufbrachen, Ion den Hengst an der Leine mit sich führend. Zumindest schien der schöne Braune die Nähe des Dämons etwas mehr zu dulden. War wohl alles nur eine Frage der Gewöhnung.
"Was ist das für eine Beziehung die du zu den Wasserwesen hier hast? Ertrunkene?" fragte Ion unvermittelt, als sie unterwegs waren. Immerhin verhinderte Nikolavo vehement das er seine Fähigkeiten an ihnen einsetzte, so gerne er das auch getan hätte. 'die sind ganz schön unheimlich.' dachte er bei sich. 'hier in der Gegend werde ich garantiert nicht schwimmen gehen'
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